Quo vadis, AGO?

Am 02. Oktober 2007 erscheint in der Rheinischen Post ein Artikel mit der Überschrift “AGO-Vorstand will komplett zurücktreten”. Wenn man diesen Artikel genauer liest, erkennt man natürlich schnell, dass der Vorstand laut dem Artikel nicht zurücktritt, sondern dass der Vorstand bei der nächsten Wahl nicht wieder antritt. Ein kleiner aber feiner Unterschied.

Eine gute Woche später erscheint am 09. Oktober 2007 im Leverkusener Anzeiger ein Artikel mit der Überschrift “Kein Rücktritt geplant”. Hört sich doch schon besser an, zumindest bis auf die Bemerkung, dass die Pressemitteilung einer Gegendarstellung nahe kommt. Die Pressemitteilung der AGO ist weder eine Gegendarstellung, noch spricht sie den in der Rheinischen Post veröffentlichten Artikel an.

Damit ihr euch ein besseres Bild davon machen könnt, kommt hier der Original-Text der Pressemitteilung vom 08. Oktober 2007:

AGO braucht zeitgemäßes Führungskonzept für die Herausforderungen der Zukunft

Vorstand der AktionGemeinschaft Opladen entgegnet Rücktrittsspekulationen

Opladen. In der vergangenen Woche wurde spekuliert, dass der derzeitige Vorstand der AktionsGemeinschaft Opladen (AGO) geschlossen zurücktreten bzw. bei den Vorstandswahlen im kommenden Jahr nicht mehr antreten wolle. Richtig ist, dass die AGO sich den Herausforderungen der Zukunft in Opladen stellen muss und sich der Vorstand dafür einsetzt, für ein breiteres und zeitgemäßes Führungskonzept die Grundlagen zu schaffen. Nicht richtig wäre dagegen die Annahme, der AGO-Vorstand habe bereits beschlossen, von der Verantwortung hierfür zurückzutreten.

In den kommenden beiden Jahren, und auch danach, steht Opladen vor besonderen Herausforderungen. Dazu zählen vor allem der intensivere Wettbewerb der Einzelhandelsstandorte in Leverkusen durch das Hinzuwachsen der Rathaus-Galerie (ECE-Projekt) und das Zukunftsprojekt „neue bahn stadt : opladen“. Dazu zählt natürlich auch, den Einzelhandelsstandort Opladen weiter aufzuwerten, sei es durch quantitative Maßnahmen, also durch Begünstigung attraktiver Einzelhandelsangebote, oder qualitative Maßnahmen, also durch Entwicklung weiterer Alleinstellungsmerkmale für Opladen. Dies dient sowohl dem Einzelhandelsstandort als auch der Wohn- und Lebensqualität in Opladen.

Dieser immer deutlicher werdenden wechselseitigen Beziehung ist sich auch die AGO bewusst. Umso dringlicher muss die AGO gewährleisten, dass sie diesen breiten Aufgabenfeldern gerecht werden kann. Bislang
wurden die vielfältigen Initiativen und Aktivitäten der AGO durch den nebenamtlichen Vorstand getragen. Die kommenden Herausforderungen verlangen, dass dies in mindestens gleichem Umfang wie bisher möglich bleibt, eher sogar durch weitere Aufgaben ausgeweitet werden muss.

Deshalb hat sich der Vorstand der AGO in den zurückliegenden Monaten mit viel Resonanz dafür eingesetzt, weitere ex- und intensive personelle Unterstützung für diese Aufgaben aus dem Mitgliederkreis heraus zu gewinnen und sukzessive einzubinden.

Natürlich muss der AGO-Vorstand auch Sorge dafür tragen, rechtzeitig interessierten und engagierten Vorstandsnachwuchs aufzubauen. Es wäre deshalb fahrlässig, eine Vorstandsnachfolge nicht vorausschauend zu planen, gerade, weil es sich in der AGO um ein nebenamtliches Engagement handelt.

Den bereits vielfältigen und zukünftig hinzuwachsenden Aufgaben innerhalb der AGO muss ein Vorstand Rechnung tragen können. Hierfür müssen entsprechende Grundlagen gegeben sein. Die zeitlich
aufwendige, aber immer noch nebenamtliche Tätigkeit braucht daher jede mögliche Unterstützung.

Dieses breit gefächerte Engagement sollte natürlich bei den Mitgliedern der AGO Zustimmung finden. Mithin bestimmen selbstverständlich die Mitglieder, wie das Engagement der AGO in Zukunft gestaltet sein soll. Und das tun die AGO-Mitglieder in erster Linie bei den stattfindenden Vorstands- und Beiratswahlen.

Da der derzeitige Vorstand von mindestens gleichbleibenden, eher noch wachsenden Aufgaben für die AGO ausgeht, wäre umso positiver zu bewerten, wenn mehr Engagement für die Zielsetzungen und
Aufgaben der AGO möglich ist.

Es wäre im Hinblick darauf fatal, wenn sich engagierte Mitstreiter für die Interessen Opladens nicht einsetzen könnten. Es wäre sogar sträflich, wenn Interessierte, die sich möglicherweise mit noch mehr Einsatz für die Ziele und den Zweck der AGO engagieren wollten, nicht die Möglichkeit bekämen, Führungsverantwortung im Vorstand zu übernehmen.

In diesem Sinne ist zu verstehen, dass der derzeitige Vorstand sich selbstverständlich dem Mitgliedervotum im Mai 2008 stellen möchte. Die Vorstandsmitglieder wollen vor allem unterstützen, dass noch mehr Engagement für Opladen möglich ist, indem z.B. neue Aspiranten Vorstandsaufgaben übernehmen.

Einer Straffung des Engagements der AGO im Sinne der Einstellung bestimmter Aufgaben sähe der derzeitige Vorstand dagegen mit größter Sorge entgegen. Dies wäre die falsche Antwort auf die Frage nach zukunftsorientiertem Handeln. Hier ist eher mehr als weniger gefragt.

Der derzeitige Vorstand ist sich daher sehr wohl seiner Verantwortung bewusst und möchte sich dieser auf keinen Fall, schon gar nicht ohne geregelte Nachfolge, entziehen. Zuvorderst steht das Wohlergehen und der Fortbestand der für Opladen wichtigen Aktivitäten der AGO, gerade in den kommenden beiden Jahren.

Ob der derzeitige Vorstand dies weiterhin verantworten kann und will oder ein neu zu wählender Vorstand, bestimmen letztlich die Mitglieder der AGO.

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